Neues im Museum: der „Be.e“

Das Museum in Amsterdam präsentiert eine besondere Leihgabe: Einen Prototyp des Be.e, des ersten Elektrorollers mit einem Rahmen aus Hanffasern (90%) und Flachsfasern.

Der Be.e wurde von dem niederländischen Konstrukteur Vaniek Colenbrander und seinem Unternehmen Van.Eko entwickelt, das Design stammt von Waarmakers. Das Museum ist stolz darauf, mit diesem besonderen Roller, von dem es erst vier Prototypen gibt, ein Beispiel für modernes niederländisches Design ausstellen zu können. Der Roller passt auch ganz genau zur Aufgabe des Museums, seinen Besuchern aus aller Welt (etwa 100.000 pro Jahr) die vielen Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze zu zeigen.

Das Material Hanf wird von vorausdenkenden Konstrukteuren und umweltbewussten Herstellern immer öfter für nachhaltige Produkte eingesetzt. Der Be.e ist der erste Roller, bei dem nur Material aus biologischer Quelle für den Bau des Rahmens verwendet wurde. Der Be.e fährt elektrisch: Der kraftvolle 4-kW-Motor beschleunigt den Fahrer in 6 Sekunden auf 50 km/h. Bei dieser Geschwindigkeit verbraucht der Be.e weniger Energie als ein normaler Staubsauger, und ist dabei noch ganz leise. Wird der 2,5-kWh-Akku des Rollers sparsam genutzt, lassen sich achtzig Kilometer damit zurücklegen, bei intensiver Nutzung sechzig Kilometer. Kurz: Der Be.e ist ein solider und schneller Elektroroller, der sich mit seiner Verarbeitung, Qualität und durch sein besonderes Design von Massenprodukten aus China abhebt. 

Die Hanffasern, die im Rahmen dieses Rollers verarbeitet sind, werden von HempFlax geliefert, einem Schwesterunternehmen des Hash Marihuana & Hemp-Museums, das im Norden der Niederlande industriellen Hanf anbaut. HempFlax liefert die Hanffasern auch an Autohersteller wie BMW, Mercedes und Bugatti zur Herstellung von Türelementen. Weil Hanf ausgesprochen umweltfreundlich angebaut werden kann - die Pflanze wächst ohne Einsatz von Pestiziden nur mit Sonne, Wind und Wasser -, eignet sich diese Pflanze sehr gut für das nachhaltige Wirtschaften der Zukunft. Die Formteile sind wunderbar leicht, aber dennoch sehr solide. Durch den Einsatz sogenannter Bio-Komposite ist es möglich, solide und komplexe Produkte herzustellen, die ein geringes Gewicht haben und gleichzeitig nachhaltig sind.

Bevor der Be.e tatsächlich in die Produktion gehen kann, müssen bei der Entwicklung des Rollers noch einige letzte Schritte absolviert werden. Einen Beitrag zur Fertigstellung des Rollers kann jeder leisten, indem er sich an der Crowdfunding-Aktion beteiligt. Es konnten bereits € 23.000,-- gesammelt werden (30 % des Zielbetrages); Beiträge sind ab € 20,-- möglich. Weitere Angaben.

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