The Pope Smokes Dope

The Pope Smokes Dope
Schallplatten und Plattenhüllen zum Thema Cannabis

Sonderausstellung: 3. Juni – 3. September 2017
Geöffnet täglich von 10.00 - 22.00 Uhr, freier Eintritt beim Kauf eines Museumstickets

 „It’s an assistant, a friend (Es ist ein Helfer, ein Freund)” sagte Louis Armstrong 1959 über sein geliebtes gage - ein Slang-Ausdruck für Cannabis.

Dieser berühmte Trompeter war nicht der einzige, der so über Cannabis dachte. Musiker aus diversen Genres, von Jazz und Folk über Reggae bis hin zu House und Hip-Hop, sahen und sehen Cannabis nach wie vor als Inspirationsquelle und als Mittel, um mehr Ruhe in ihr unruhiges Leben als Musiker zu bringen. Diese Neigung zu Cannabis, die für die moderne Musik typisch ist, steht im Mittelpunkt der Ausstellung The Pope Smokes Dope (Der Papst raucht Gras). Schallplatten und Plattenhüllen zum Thema Cannabis. Unter diesem Titel zeigt das Hash Marihuana & Hemp Museum ab dem ersten Tag des Red Light Jazz Festivals 2017 eine exquisite Auswahl an Schallplatten mit einer Verbindung zu Cannabis.

Everybody’s Smoking Marijuana
Das Album „The Pope Smokes Dope“, das der New Yorker Folkrocker David Peel und seine Band The Lower East Side 1972 aufnahmen, war ein politischer Protest gegen das Cannabisverbot. Die LP ist allmusic.com zufolge „das großartigste Beispiel des musikalischen Agitprop, das die Protestkultur der 1960er-Jahre jemals hervorgebracht hat“. Sie enthält zwölf Titel, u.a. den mitreißenden Titel „Everybody‘s Smoking Marijuana“. Dieser umstrittene Titel wurde fast überall auf der Welt verboten, nur in den USA, Kanada und Japan durfte er gespielt werden. Jetzt wird die Platte zusammen mit anderen umstrittenen Plattenhüllen in einer Sonderausstellung im Hash Marihuana & Hemp Museum gezeigt.

Purple Haze
Dort ist u.a. auch das Plattencover für „Long Silver John“ (1972) der amerikanischen Rockband Jefferson Airplane zu sehen. Dieses Cover ist die Nachbildung einer Zigarrenschachtel, auf deren Innenboden ein Foto von Blunts (Zigarren mit Cannabis) zu sehen ist. Und natürlich ist auch der Reggae vertreten: Das Debütalbum „Legalize it“ (1975) von Peter Tosh stellt ein kraftvolles Plädoyer für die Legalisierung von Cannabis dar, vor allem für dessen medizinische Anwendung. Auf dem Cover „Purple Haze“ (2002) des englischen House-Duos Groove Armada ist eine Zeichnung im Stil Andy Warhols abgebildet, die einen dicken lilafarbenen Joint zeigt. Der Titel der Platte verweist auf eine violett gefärbte Cannabissorte, die für ihre beispiellose Potenz bekannt ist und die wiederum nach dem berühmten Song von Jimi Hendrix aus dem Jahr 1967 benannt wurde.

Purple Haze, all in my brain
Lately things don’t seem the same
Acting funny, but I don’t know why
‘Scuse me while I kiss the sky

Jimi Hendrix, 1967

Eröffnung anlässlich des Red Light Jazz Festivals 2017
2. Juni 2017, 16.00 - 18.00 Uhr

Hash Marihuana & Hemp Museum, Oudezijds Achterburgwal 130, Amsterdam

Hash Marihuana & Hemp Museum
Die Sammlung des Hash Marihuana & Hemp Museums besteht aus über 12.000 Objekten, die von der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Cannabispflanze Zeugnis ablegen. Das Museum besitzt zwei Niederlassungen: Ein Grachtenhaus im Herzen Amsterdams und ein Palais im Modernisme-Stil in Barcelona. Die Ausstellung The Pope Smokes Dope war zuvor bereits in Barcelona zu sehen. Dort läuft derzeit die Ausstellung „Cannabis Cuisine“ (20. April - 30. September 2017), die sich mit der Bedeutung des Hanfs als gesunde Nahrungsquelle beschäftigt.

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