Das erste Cannabis-Museum in Südamerika öffnet seine türen

Das Museo de Cannabis de Montevideo (Cannabis Museum Montevideo) liegt im Herzen des Stadtviertels Palermo, dem Epizentrum des Candombe, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum von Montevideo entfernt, und öffnet am 9. Dezember seine Türen für das Publikum. Dieses bedeutende Projekt ist ein Weg, um die reiche Geschichte der Freiheiten zu feiern, die Uruguay in der Vergangenheit genossen hat und die es in der Gegenwart weiterentwickelt.   

Globale Kette
Geschäftsführer des Museums ist der uruguayische Agronom Eduardo Blasina, der eine der beiden legalen Zuchtlizenzen des Landes erworben hat. Er betont, dass das Museum das Land in eine globale Kette stellt, die Amsterdam, Barcelona und Kalifornien umspannt. "Es verbindet Menschen, die die Natur, die Kunst und die Wissenschaft lieben”, erklärt der Direktor.

Das Museo de Cannabis de Montevideo wird vom Hash Marihuana & Hemp Museum (Amsterdam/Barcelona) unterstützt, das eine besondere Leihgabe an Objekten aus der eigenen Kollektion zur Verfügung gestellt hat. Diese Objekte sind ab Dezember in Montevideo zu sehen. Sie waren bereits in der Sonderausstellung Cannabis. A forbidden Plant (2014) im Matilha Cultural in Sao Paulo (Brasilien) aufgenommen. Diese Ausstellung reiste im Anschluss nach Montevideo, wo sie in der Casa Bertolt Brecht (2015) gezeigt wurde.

Friedvolle und nachhaltige Welt
Im Museo de Cannabis de Montevideo erfahren die Besucher die erstaunliche Vielseitigkeit von Cannabis, das die Menschen im Laufe der Geschichte mit Nahrung, Kleidung und Papier, mit Netzen, Medikamenten und vielen anderen Nützlichkeiten versehen hat. „Die Besucher werden eine bereichernde Erfahrung erleben, ob sie die Pflanze kennen oder nicht. Eine Reise zu einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt, die ohne Zweifel wegen ihrer medizinischen Eigenschaften, durch neue industrielle Nutzung und wegen des wichtigen Kohlenstoffgleichgewichtes eine der bedeutendsten Pflanzen des dritten Millenniums sein wird", sagt Blasina.

Das MCM fordert dazu auf, über die vielen Gebrauchsmöglichkeiten einer Pflanze nachzudenken sowie über ihre Bedeutung in der schwierigen Zeit, vor der die Menschen in diesem Jahrhundert mit Kulturzusammenstößen und Klimawandel stehen. Außerdem fördert es eine unabhängige, nationale Forschung, die das Potential eines natürlichen und agro-intelligenten Uruguays verstärkt, wie auch Überlegungen über die Bedeutung von Wissenschaft und Kunst. Das Museum hofft auf den Besuch von Menschen aus der ganzen Welt, um einen globalen Dialog darüber zu starten, wie an einer friedvollen und nachhaltigen Welt gebaut werden kann.

Feier der Freiheit
Das Cannabis Museum Montevideo möchte ein Ort sein, an dem die Freiheit gefeiert wird, die für die Menschen von Uruguay charakteristisch ist. Von Scheidung und Frauenstimmrecht zu Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur gleichberechtigten Eheschließung und Cannabisregulierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts – die Gesetzgebung in Uruguay war ein Vorbild für eine Gesellschaftsstrukturierung auf der Basis von Respekt vor den Menschenrechten. Die Demokratie von Uruguay erlebt ein Experiment, das einmalig auf der Welt ist: Sie ist das erste Land mit einer freien und geregelten Cannabisproduktion. Das MCM will der Welt zeigen, dass Freiheit Frieden und Fortschritt bringt.

Garten und Cafeteria
Die Besucher können auch Pflanzen wie Matesträucher, Kakteen und einheimische Obstbäume bewundern, die in dem kleinen, ethnobotanischen Garten des Museums zu finden sind. Die Matestrauch-Bar/Cafeteria ist abends ein Restaurant. Im Erdgeschoss steht eine vielsprachige Bücherei zur Verfügung, um Wissen über Cannabis, Kakteen und viele andere Themen zu teilen und zu vertiefen. Souvenirs werden in einem speziellen Geschenkshop verkauft.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Eduardo Blasina: info@museocannabis.com.uy
Museo de Cannabis de Montevideo | Durazno 1784 | Tel: 098 720 721
www.museocannabis.uy 

 

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