Cannabis Sativa

Cannabis Sativa gilt weltweit als die am meisten verbreitete Cannabisform und mit vielen möglichen Anwendungen.

Die Typische Erscheinungsform der Sativa-Sorten

Cannabis Sativa ist normalerweise eine hochgewachsene Pflanze, und ihr Grünton fällt im Allgemeinen heller aus als bei den anderen Typen. Ihre Blätter sind aus langen, schmalen Fingern aufgebaut. Die weiblichen Blüten sind länger und erscheinen „fedriger“ als die der Cannabis Indica. Im Allgemeinen ist das Laub einer Sativa etwas spärlicher als das der anderen Sorten. Das erlaubt allerdings einen besseren Luftaustausch um und zwischen den Pflanzen, was wiederum zu einem gesünderen Wuchs und einer geringeren Anfälligkeit für Schimmelbefall in einem feucht-tropischen Klima führt.

Wie die Äquatoriale Herkunft der Sativa-Sorten Ihr Wachstum Beeinflusst 

Cannabis Sativa wächst höher als die anderen Cannabisarten, da sie während ihrer gesamten Wachstums- und Blütephasen immer wieder an Höhe gewinnt. Das ist dem tropischen Ursprung der Sativa-Sorten zuzuschreiben. Denn in den äquatornahen Regionen sind die Tage während des ganzen Jahres mehr oder weniger gleich lang. Daher sind die Sativa-Sorten an die Vollendung ihres Wachstums und ihrer Blüte während einer kurzen, weitgehend einheitlichen Photoperiode angepasst. In dieser Hinsicht stehen sie – verglichen mit den Ruderalis-sorten –am anderen Ende des Cannabisspektrums.

Die weiblichen Blüten der Cannabis Sativa beginnen an den Nodien (die Stellen an den Stielen und Zweigen, an denen die Blätterpaare herauswachsen) zu blühen und breiten sich normalerweise über die ganze Länge des Stiels und der Zweige hinweg aus, statt sich in dichten Gruppen um die Nodien herum anzusammeln wie bei den anderen Arten. Diese Blütenformation ist auf die Tendenz der Sativa zurückzuführen, gleichzeitig zu wachsen und zu blühen. Infolgedessen sind die weiblichen Sativa-Blüten gewöhnlich weniger dicht und leichter als die Indica-Blüten, obwohl sie größer sind.

Unterschiede zwischen Cannabis Indica (links) und Cannabis Sativa (rechts)

Cannabis Sativa-Hybriden

Die reinen Sorten der Cannabis Sativa benötigen oft eine kombinierte Wachstums- und Blüteperiode von rund sechs Monaten, um vollständig auszureifen. Aus diesem Grund werden die reinen Sativa-Sorten selten für den Innenanbau verwendet oder als Cannabissamen für den Handel verkauft. Alle für den Innenanbau brauchbaren Sativa-Sorten sind Kreuzzüchtungen mit Indica-Sorten, um ihre Höhe und Blütezeit zu verkürzen. Dennoch blühen die Sativa-Indica-Hybriden im Allgemeinen länger als ihre Indica-Verwandten.

Vielfache Anwendungsmöglichkeiten der Cannabis Sativa 

Beinahe alle für industrielle Zwecke angebauten Hanfgewächse gehören zur Sorte Cannabis Sativa. Als größte Sorte produziert sie nämlich die längsten Fasern und eignet sich deshalb für eine breite Palette von industriellen Anwendungen. Wenn sie als Genussmittel verwendet werden, vermitteln die Sativa-Sorten ein energiegeladenes, inspirierendes „High“ mit starker Wirkung im Gehirn. Dieses wird gefolgt von Heißhunger, insbesondere auf Süßigkeiten, die allgemein als „die Munchies“ bekannt sind. Über diese Eigenschaft des High nach dem Cannabisgenuss werden zwar oft Witze gemacht, aber er kann auch Leben retten, nämlich wenn Cannabis von Menschen eingenommen wird, die sich einer Chemotherapie, einer HIV/AIDS- Behandlung oder anderen Prozeduren unterziehen, welche Brechreiz oder Appetitlosigkeit verursachen.

 

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