Cannabis und Kultur

Viele Ausstellungsstücke in unseren Museen sind dem kulturellen Aspekt der Verwendung von Cannabis gewidmet. Pfeifen und Rauchgeräte aus aller Welt zeigen, wie in verschiedenen Kulturen Marihuana und Haschisch konsumiert wurde und heute noch wird. Einige dieser Exponate, wie zum Beispiel die Chillums, werden traditionell für religiöse Zeremonien benutzt, bei denen Cannabis geraucht wird. Andere, wie die aus einer Hanfbierflasche hergestellte Wasserpfeife, dienen dem reinen Vergnügen! 

Cannabisrauchen als Freizeitvergnügen

In Gesellschaft Cannabis zu rauchen ist für viele Menschen eine Sitte, die aus ihrem kulturellen Leben nicht wegzudenken ist. Auf Gemälden, Drucken und Fotografien sind ganz normale Menschen vieler Epochen zu sehen, die es genießen, mit ein paar Gleichgesinnten eine Cannabispfeife zu rauchen. Figuren von Popkultur-Ikonen wie Cheech und Chang, Fabulous Furry Freak Brothers und Jay und Silent Bobs zeigen, dass Cannabisrauchen als Freizeitvergnügen eine wichtige Rolle in der modernen Komödie spielt. 

„Kommunion mit den Göttern"

In früheren Kulturen der Menschheit verschmolzen die durch Cannabis vermittelten Gefühle und Wirkungen mit frühen religiösen Anschauungen und der „Kommunion mit den Göttern", da Cannabis bei religiösen Kulten als Räuchermittel verbrannt wurde. In höher entwickelten Gesellschaften lernten viele Künstler, Schriftsteller und Musiker die transzendentalen Effekte von Cannabis zu schätzen. So wurde es allmählich und ist es noch immer eine Quelle der Inspiration und Kreativität für zahlreiche Künstler, und zwar praktisch aus denselben Gründen, aus denen es als Sakrament gewürdigt wird. 

Die Anspielungen auf Cannabis in Kunst, Literatur und Musik entfachten natürlich das Interesse des Publikums und trugen so zum Entstehen einer anderen, populären und neuen Verwendungsform bei, die ab den 60er Jahren in Schwung kam – Rauchen zur Entspannung in der Freizeit.

Cannabis in den Medien

Es darf jedoch nicht verschwiegen werden, dass diese Art von Cannabisgebrauch offenbar anfälliger für maßlosen Ge- oder gar Missbrauch ist. Cannabis ist zwar eines der sichersten, am wenigsten toxischen Entspannungsmittel, das wir kennen, doch sein gewohnheitsmäßiger Gebrauch sollte vermieden werden – wie auch der Gebrauch jeder anderen Substanz. Ungeachtet der Tatsache, dass Cannabis mit weit geringerer Wahrscheinlichkeit zu gesundheitlichen Schäden führt als zum Beispiel Alkohol, ist der freizeitliche Genuss von Cannabis nach wie vor eine der meist geschmähten, missverstandenen und verzerrt dargestellten Facetten von Cannabis in den Medien (ganz zu schweigen von der Darstellung der Leute, die sich damit entspannen).

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